Was für ein Comeback, was für ein Statement im Halbfinale! Die Ratinger Ice Aliens gewinnen Spiel zwei der Play-off-Serie bei den Eisadler Dortmund mit 5:3 (0:2, 2:0, 3:1) und drehen dabei nach zwei Dritteln einen 0:2-Rückstand. Damit fehlt unserer Mannschaft nur noch ein Sieg zum Einzug ins Finale.
Die Partie im Dortmunder Eissportzentrum Westfalen begann zunächst mit einer kuriosen Unterbrechung. Im ersten Drittel musste das Spiel für rund 15 Minuten pausiert werden, weil Torhüter Linus Schwarte von der tiefstehenden Sonne geblendet wurde. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeber allerdings deutlich besser aus der Pause. In der 13. Minute brachte Ben Busch die Eisadler mit 1:0 in Führung (12:03), nur gut eine Minute später erhöhte Neuzugang Nolan Gardiner auf 2:0 (13:19). Unsere Ice Aliens taten sich schwer, fanden im ersten Drittel offensiv kaum Lösungen und gingen mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Im zweiten Drittel zeigte das Team von Trainer Frank Gentges jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Ice Aliens agierten aggressiver, gewannen mehr Zweikämpfe und belohnten sich in der 24. Minute mit dem Anschlusstreffer: Ville Saloranta traf nach Zuspiel von Dmitriev und Neumann zum 2:1 (23:44). Ratingen blieb dran und schlug erneut zu – und das in Unterzahl! Leonardo Stroh erzielte in der 33. Minute den umjubelten 2:2-Ausgleich (32:01). Spätestens jetzt war klar: Dieses Spiel würde noch lange nicht entschieden sein.
Im Schlussdrittel übernahmen unsere Aliens endgültig das Kommando. Wieder war es Saloranta, der in der 46. Minute zur 3:2-Führung traf (45:33) und die Partie komplett drehte. Die Dortmunder Fans unter den 2022 Zuschauern waren geschockt – und es sollte noch schlimmer kommen. In der 50. Minute erhöhte Bryce Irwin nach Vorarbeit von Kreuzmann und Lamers auf 4:2 (49:03). Zehn Minuten vor dem Ende kochten die Emotionen hoch: Nach einem Faustkampf auf dem Eis erhielten Raphael Palmeira Kerkhoff auf Ratinger Seite und Thomas Lichnovsky für Dortmund jeweils eine Fünf-Minuten-Strafe.
Fünf Minuten vor Schluss sorgte Alexej Dmitriev schließlich für die Vorentscheidung. Sein Treffer zum 5:2 (54:54) nach Zuspielen von Neumann und LeBlanc ließ die mitgereisten Fans endgültig jubeln. Dortmund riskierte in der Schlussphase alles, nahm den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis und verkürzte durch den Ex-Ratinger Maik Klingsporn in Überzahl noch auf 3:5 (56:18). Doch näher kamen die Eisadler nicht mehr heran.
Am Ende stand ein verdienter 5:3-Auswärtssieg – der vierte Erfolg gegen Dortmund in dieser Saison. Nun haben die Ice Aliens am Freitag um 20.00 Uhr in der Eissporthalle Am Sandbach die große Chance, vor heimischem Publikum den Finaleinzug perfekt zu machen. Ein Sieg fehlt noch – und die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit Rückschlägen umgehen kann.
Sonntag, 1. März 2026
1.3.2026: 5:3 bei den Eisadlern Dortmund – Ice Aliens drehen 0:2-Rückstand und stehen vor dem Finale
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