Was für ein packendes drittes Finalspiel in der Eishockey-Regionalliga! Die Ratinger Ice Aliens mussten sich am Freitagabend bei den Eagles Essen-West knapp mit 1:2 geschlagen geben – und das vor einer beeindruckenden Kulisse von über 3000 Zuschauern. Trotz großem Kampf und zwischenzeitlicher Führung stehen die Aliens nun mit dem Rücken zur Wand, denn Essen hat sich damit den Matchball gesichert.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und hochspannende Partie. Im ersten Drittel hielten die Ice Aliens stark dagegen, vor allem Torwart Linus Schwarte zeigte einmal mehr seine Klasse. Mit mehreren starken Paraden hielt er sein Team im Spiel und sorgte dafür, dass es nach den ersten 20 Minuten torlos in die Kabine ging.
Im zweiten Drittel nahm die Partie dann richtig Fahrt auf. Nach einer hitzigen Szene vor dem Essener Tor kam es zu einem Faustkampf zwischen Mathias Onckels und Ilia Zheltakov, was beiden eine Fünf-Minuten-Strafe einbrachte. Durch eine weitere Strafzeit gegen Essen konnten die Aliens in Überzahl agieren – und das nutzten sie eiskalt aus. In der 35. Minute war es Manuel Neumann, der mit einem wuchtigen Schuss das 1:0 für Ratingen erzielte. Die Vorlagen kamen von Eric Stephan und Alexej Dmitriev, und der mitgereiste Anhang feierte lautstark. Doch die Freude währte nicht lange. Nur kurze Zeit später gerieten die Ice Aliens selbst in Unterzahl, und Essen nutzte diese Gelegenheit konsequent. In der 37. Minute fiel der Ausgleich durch Erik Keresztury – das Spiel war wieder völlig offen.
Im Schlussdrittel zeigte sich dann die Qualität der Gastgeber. Rund acht Minuten vor dem Ende traf Dominik Luft zum 2:1 für die Eagles. Die Ice Aliens versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, erhöhten den Druck und nahmen sogar ihren Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch eine weitere Fünf-Minuten-Strafe gegen Eric Stephan kurz vor Schluss machte die Aufholjagd extrem schwierig.
Am Ende blieb es beim knappen, aber verdienten 2:1-Sieg für die Eagles Essen-West, die auch statistisch überlegen waren. Mit 45:16 Torschüssen dominierten sie die Partie über weite Strecken.
Jetzt kommt es am Sonntag zum vielleicht entscheidenden Spiel in Ratingen. Für die Ice Aliens heißt es dann: Alles oder nichts. Mit einem Sieg könnten sie die Serie noch einmal ausgleichen und ein fünftes Spiel erzwingen – andernfalls geht die Meisterschaft an Essen.
Meine Ice Aliens
Freitag, 20. März 2026
20.3.2026: 2:1 gegen die Ice Aliens – Eagles Essen-West holen sich den Matchball
Sonntag, 15. März 2026
15.3.2026: Ice Aliens gleichen mit 5:4 gegen essen in Overtime Finalserie aus
Die Partie begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Beide Mannschaften gingen früh aggressiv ins Forechecking und schenkten sich in den Zweikämpfen nichts. Die Ice Aliens erwischten dabei den besseren Start und gingen in der 10. Minute in Führung. Leonardo Stroh setzte sich im Angriffsdrittel stark durch und legte quer auf Brooklyn Beckers, der die Scheibe sicher zum 1:0 im Tor unterbrachte. Lange hielt die Führung allerdings nicht. Essen kam immer besser ins Spiel und nutzte seine Chancen konsequent. In der 12. Minute fiel durch Maxim Kryvorutskyy nach Zuspiel von Maurice Becker und Ugnius Cizas der Ausgleich zum 1:1. Nur zwei Minuten später drehten die Gäste das Spiel komplett, als Lennart Otten nach Vorlage von Ricards Birzins und Richard Samigullin zum 2:1 für die Eagles traf.
Auch im zweiten Drittel hatte Essen zunächst die besseren Momente. Die Gäste erhöhten den Druck und stellten in der 24. Minute durch den zweiten Treffer von Lennart Otten auf 3:1. Vorbereitet wurde das Tor von Maxim Kryvorutskyy und Dominik Luft. Direkt danach folgte der nächste Rückschlag für die Ice Aliens, denn ebenfalls in der 24. Minute traf Ugnius Cizas zum 4:1 für Essen. In dieser Phase sah alles nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus, doch Ratingen zeigte Charakter und kam eindrucksvoll zurück. In Überzahl erzielte Toni Lamers in der 32. Minute nach Vorarbeit von Eric Stephan und Bryce Irwin das 2:4. Damit war das Spiel wieder offen, und die Ice Aliens blieben dran. Ein weiteres Powerplay nutzten die Gastgeber in der 37. Minute zum 3:4-Anschluss, als Eric Stephan nach Zuspiel von Alexei Dmitriev und Manuel Neumann erfolgreich war.
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein offener und intensiver Schlagabtausch. Die Ice Aliens drängten mit aller Kraft auf den Ausgleich, während Essen versuchte, den knappen Vorsprung zu verteidigen. In der 47. Minute wurde der Einsatz der Ratinger schließlich belohnt. Toni Lamers stand im Slot genau richtig und verwandelte einen Pass von Brooklyn Beckers und Bryce Irwin zum 4:4. Spätestens jetzt kochte die Halle, und auf dem Eis war zu spüren, dass beide Teams unbedingt die Entscheidung in der regulären Spielzeit erzwingen wollten. Weitere Tore fielen jedoch nicht mehr, sodass die Partie in die Verlängerung ging.
In der Overtime bot sich den Ice Aliens dann die große Chance. Nach einer Strafe gegen Essen durfte Ratingen in Überzahl spielen – und nutzte diese Möglichkeit eiskalt. In der 63. Minute spielte Bryce Irwin einen präzisen Pass auf Josh LeBlanc, der im Slot lauerte und den Puck an Essens Torhüter Alexander Rose vorbei zum 5:4-Sieg ins Netz setzte. Direkt danach gab es auf dem Eis und auf den Rängen kein Halten mehr: Die Ice Aliens feierten gemeinsam mit ihren Fans einen dramatischen Overtime-Erfolg.
Mit diesem Comeback-Sieg haben die Ice Aliens die Finalserie wieder völlig offen gestaltet. Nach zwei packenden Spielen steht es nun 1:1 in der Best-of-Five-Serie. Spiel 3 steigt am Freitag, 20.3.2026, um 20:00 Uhr in der Eissporthalle am Westbahnhof in Essen.
Freitag, 13. März 2026
13.3.2026: Ice Aliens verlieren Finalspiel 1 bei den Eagles Essen-West mit 2:3
Die Ratinger Ice Aliens sind mit einer knappen Niederlage in die Finalserie der Regionalliga West gestartet. Beim Hauptrundensieger Eagles Essen-West unterlagen die Außerirdischen nach einem intensiven und spannenden Spiel mit 2:3 (0:2, 1:1, 1:0). Damit gehen die Essener in der Serie mit 1:0 in Führung, doch die Ice Aliens hielten über weite Strecken stark dagegen und machten das Spiel bis zur Schlussminute offen.
Schon vor dem ersten Bully herrschte in der Eissporthalle am Essener Westbahnhof eine großartige Finalstimmung. 2188 Zuschauer waren vor Ort, darunter rund 100 Fans aus Ratingen. Nach der deutschen Nationalhymne sorgten die mitgereisten Anhänger für ihre traditionelle Einlage und warfen Bierrosetten aufs Eis, wodurch die Partie zunächst kurz unterbrochen werden musste, damit die Schiedsrichter die Fläche wieder freiräumen lassen konnten.
Sportlich erwischten die Ice Aliens einen guten Start. In der Anfangsphase setzte Ratingen die Gastgeber unter Druck und hatte früh eine große Gelegenheit: In Unterzahl traf Josh LeBlanc nach rund drei Minuten lediglich die Latte. Kurz darauf kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als ein abgefälschter Puck über die Bande flog und einen jungen Zuschauer am Kopf traf. Die Sanitäter versorgten die blutende Wunde und brachten den Jungen anschließend vorsorglich ins Krankenhaus.
Im weiteren Verlauf des ersten Drittels entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen. Eine entscheidende Szene folgte in der 18. Minute, als Tobias Fischer eine Fünf-Minuten-Strafe erhielt. Die Eagles nutzten die lange Überzahl eiskalt aus: Zunächst traf Enrico Saccomani nach einem Pfostenschuss doch noch zur 1:0-Führung. Wenig später legte Ilia Zheltakov, weiterhin im Powerplay, das 2:0 nach.
Im zweiten Drittel kamen die Ice Aliens stark aus der Kabine. Sebastian Brockelt verkürzte nach gut fünf Minuten auf 1:2 und brachte Ratingen wieder ins Spiel. Die Hoffnung hielt jedoch nicht lange an, denn nur etwa zwei Minuten später überraschte Ugnius Cizas den Ratinger Schlussmann mit einem Schuss zum 3:1. Essen erhöhte anschließend den Druck, doch die Ice Aliens kämpften leidenschaftlich und verhinderten weitere Treffer.
Im letzten Drittel zeigte Ratingen erneut Moral. Tobias Fischer machte seinen vorherigen Strafzeit-Fehler teilweise wieder gut und traf nach Zuspiel von Eric Stephan und Raphael Palmeira Kerkhoff zum wichtigen 2:3-Anschlusstreffer. Zu diesem Zeitpunkt waren noch rund 15 Minuten zu spielen und die Ice Aliens kamen nun immer besser ins Spiel. Mehrfach erspielten sie sich gute Chancen, scheiterten jedoch am starken Essener Torhüter Alexander Rose.
In der Schlussphase setzte Trainer Frank Gentges alles auf eine Karte und nahm Torhüter Linus Schwarte zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Trotz großem Druck wollte der Ausgleich aber nicht mehr fallen. So blieb es am Ende bei der knappen 2:3-Niederlage im ersten Finalspiel.
Die nächste Chance bietet sich den Ice Aliens bereits im zweiten Spiel der Serie: Am Sonntagabend um 18 Uhr steigt in der Eissporthalle am Sandbach das Heimspiel, in dem Ratingen die Serie wieder ausgleichen möchte.
Sonntag, 8. März 2026
8.3.2026: 3:2-Sieg gegen Eisadler Dortmund – Brockelt schießt die Ice Aliens erneut ins Finale
Die Ratinger Ice Aliens haben es wieder geschafft: Mit einem 3:2-Auswärtssieg bei den Eisadlern Dortmund sicherte sich das Team von Trainer Frank Gentges den Einzug ins Finale der Regionalliga West – bereits zum vierten Mal in Folge. In einer lange umkämpften Partie fiel die Entscheidung erst kurz vor Schluss, als Sebastian Brockelt mit seinem zweiten Treffer des Abends den Sieg perfekt machte.
Vor 1646 Zuschauern im Eissportzentrum Westfalen entwickelte sich von Beginn an ein enges und intensives Spiel. Beide Mannschaften lieferten sich wie schon in der gesamten Halbfinal-Serie ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Drittel neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass es trotz einiger Chancen torlos blieb. Auch im zweiten Abschnitt standen die Defensivreihen stabil, während die Torhüter Linus Schwarte auf Ratinger Seite und Christoph Oster für Dortmund mehrfach stark parierten.
Erst kurz vor Ende des zweiten Drittels fiel schließlich der erste Treffer der Partie. 2:29 Minuten vor der Pause brachte Konsta Jaakola die Gastgeber mit 1:0 in Führung und sorgte damit für den ersten Jubel der Dortmunder Fans.
Im Schlussdrittel kamen die Ice Aliens deutlich aktiver aus der Kabine. Bereits nach 1:59 Minuten gelang Sebastian Brockelt der verdiente Ausgleich zum 1:1 nach Vorarbeit von Dennis Beckers und Janne Saloranta. Die Antwort der Eisadler ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nur 48 Sekunden später traf erneut Jaakola und brachte Dortmund wieder mit 2:1 in Führung.
Die Partie blieb weiterhin spannend. Kurz nach dem Treffer hatte ausgerechnet der ehemalige Ratinger Ben Busch die große Chance zur Vorentscheidung, als er allein auf Linus Schwarte zulief. Doch der Ice-Aliens-Keeper blieb Sieger im Duell und hielt seine Mannschaft im Spiel. Diese Parade sollte sich auszahlen: In der 45. Minute erzielte Eric Stephan nach Vorarbeit von Beckers den wichtigen Ausgleich zum 2:2.
In der Schlussphase drängten beide Teams auf die Entscheidung. Zwei Minuten und 27 Sekunden vor dem Ende war es schließlich erneut Sebastian Brockelt, der zum 3:2 traf und damit nicht nur den Siegtreffer erzielte, sondern auch die Saison der Eisadler Dortmund beendete.
Mit diesem Erfolg ziehen die Ratinger Ice Aliens erneut ins Finale der Regionalliga West ein. Dort wartet nun mit den Eagles Essen-West der nächste starke Gegner. Das erste Finalspiel findet am Freitag, den 13.3.2026, um 20.00 Uhr in Essen statt. Spiel zwei steigt am 15.3.2026 in Ratingen. Der Meister wird im Modus „Best of Five“ ermittelt – und die Ice Aliens wollen dort natürlich den nächsten Schritt gehen.
Freitag, 6. März 2026
6.3.2026: 2:3 nach Verlängerung gegen die Eisadler Dortmund – Ice Aliens müssen ins vierte Halbfinalspiel
Die Ratinger Ice Aliens haben den vorzeitigen Einzug in die Finalrunde der Regionalliga-Play-offs verpasst. Am Freitagabend unterlag der amtierende Meister den Eisadlern Dortmund in Spiel drei der Halbfinalserie mit 2:3 nach Verlängerung. Damit verkürzten die Gäste in der Serie und erzwangen ein viertes Spiel, das am Sonntag im Eissportzentrum Westfalen stattfinden wird.
Vor rund 1220 Zuschauern in der Eissporthalle am Sandbach – darunter etwa 250 mitgereiste Fans aus Dortmund – erwischten die Ice Aliens den besseren Start. Bereits nach 5:19 Minuten brachte Ville Saloranta die Gastgeber in Führung. Nach einem Zuspiel von Kapitän Toni Lamers traf der Finne zum 1:0 und sorgte für einen perfekten Auftakt. Das erste Drittel verlief insgesamt ausgeglichen, beide Teams kamen auf jeweils neun Torschüsse. Ratingens Torhüter Linus Schwarte zeigte eine starke Leistung und hielt seinen Kasten in den ersten 20 Minuten sauber.
Der Mittelabschnitt begann jedoch denkbar schlecht für die Ice Aliens. Gerade einmal 36 Sekunden waren gespielt, als Tommi Laakso nach Vorarbeit von Konsta Jaakola den Ausgleich für Dortmund erzielte. Die Gäste wirkten nun deutlich entschlossener und erhöhten den Druck. Die Partie blieb intensiv, allerdings ohne die größeren Auseinandersetzungen, die die vorherigen Spiele geprägt hatten. Dortmund erspielte sich im zweiten Drittel ein leichtes Chancenplus und gewann den Abschnitt im Torschussverhältnis mit 13:11. Tore fielen jedoch keine mehr, auch weil der ehemalige Ratinger Christoph Oster im Tor der Eisadler stark hielt.
Im Schlussdrittel gelang den Gästen dann sogar die Führung. Nach 43:45 Minuten traf Konsta Jaakola nach Vorarbeit von Laakso und Colin Long zum 2:1 für die Eisadler. Doch die Ice Aliens antworteten und kämpften sich zurück in die Partie. Knapp sieben Minuten vor dem Ende erzielte Eric Stephan den umjubelten Ausgleich zum 2:2, nachdem erneut Toni Lamers sowie Bryce Irwin die Vorarbeit geleistet hatten.
Mit diesem Spielstand ging es in die Verlängerung, nachdem die reguläre Spielzeit keinen Sieger hervorbrachte. Dort dauerte es allerdings nicht lange bis zur Entscheidung: Bereits nach 32 Sekunden bereitete ausgerechnet der ehemalige Ratinger Kapitän Tim Brazda den entscheidenden Treffer vor. Tommi Laakso nutzte die Chance und erzielte das 3:2 für Dortmund, womit die Eisadler ihren ersten Sieg gegen die Ice Aliens in dieser Saison feiern konnten.
Damit lebt die Halbfinalserie weiter und die Entscheidung über den Finaleinzug ist vertagt. Während die Eagles Essen-West nach einem klaren 9:3-Erfolg gegen die EG Diez-Limburg bereits im Finale stehen, müssen die Ice Aliens nun am Sonntag in Dortmund versuchen, den entscheidenden dritten Sieg der Serie einzufahren und doch noch in die Finalrunde einzuziehen.
Sonntag, 1. März 2026
1.3.2026: 5:3 bei den Eisadlern Dortmund – Ice Aliens drehen 0:2-Rückstand und stehen vor dem Finale
Was für ein Comeback, was für ein Statement im Halbfinale! Die Ratinger Ice Aliens gewinnen Spiel zwei der Play-off-Serie bei den Eisadler Dortmund mit 5:3 (0:2, 2:0, 3:1) und drehen dabei nach zwei Dritteln einen 0:2-Rückstand. Damit fehlt unserer Mannschaft nur noch ein Sieg zum Einzug ins Finale.
Die Partie im Dortmunder Eissportzentrum Westfalen begann zunächst mit einer kuriosen Unterbrechung. Im ersten Drittel musste das Spiel für rund 15 Minuten pausiert werden, weil Torhüter Linus Schwarte von der tiefstehenden Sonne geblendet wurde. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeber allerdings deutlich besser aus der Pause. In der 13. Minute brachte Ben Busch die Eisadler mit 1:0 in Führung (12:03), nur gut eine Minute später erhöhte Neuzugang Nolan Gardiner auf 2:0 (13:19). Unsere Ice Aliens taten sich schwer, fanden im ersten Drittel offensiv kaum Lösungen und gingen mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Im zweiten Drittel zeigte das Team von Trainer Frank Gentges jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Ice Aliens agierten aggressiver, gewannen mehr Zweikämpfe und belohnten sich in der 24. Minute mit dem Anschlusstreffer: Ville Saloranta traf nach Zuspiel von Dmitriev und Neumann zum 2:1 (23:44). Ratingen blieb dran und schlug erneut zu – und das in Unterzahl! Leonardo Stroh erzielte in der 33. Minute den umjubelten 2:2-Ausgleich (32:01). Spätestens jetzt war klar: Dieses Spiel würde noch lange nicht entschieden sein.
Im Schlussdrittel übernahmen unsere Aliens endgültig das Kommando. Wieder war es Saloranta, der in der 46. Minute zur 3:2-Führung traf (45:33) und die Partie komplett drehte. Die Dortmunder Fans unter den 2022 Zuschauern waren geschockt – und es sollte noch schlimmer kommen. In der 50. Minute erhöhte Bryce Irwin nach Vorarbeit von Kreuzmann und Lamers auf 4:2 (49:03). Zehn Minuten vor dem Ende kochten die Emotionen hoch: Nach einem Faustkampf auf dem Eis erhielten Raphael Palmeira Kerkhoff auf Ratinger Seite und Thomas Lichnovsky für Dortmund jeweils eine Fünf-Minuten-Strafe.
Fünf Minuten vor Schluss sorgte Alexej Dmitriev schließlich für die Vorentscheidung. Sein Treffer zum 5:2 (54:54) nach Zuspielen von Neumann und LeBlanc ließ die mitgereisten Fans endgültig jubeln. Dortmund riskierte in der Schlussphase alles, nahm den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis und verkürzte durch den Ex-Ratinger Maik Klingsporn in Überzahl noch auf 3:5 (56:18). Doch näher kamen die Eisadler nicht mehr heran.
Am Ende stand ein verdienter 5:3-Auswärtssieg – der vierte Erfolg gegen Dortmund in dieser Saison. Nun haben die Ice Aliens am Freitag um 20.00 Uhr in der Eissporthalle Am Sandbach die große Chance, vor heimischem Publikum den Finaleinzug perfekt zu machen. Ein Sieg fehlt noch – und die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit Rückschlägen umgehen kann.
Freitag, 27. Februar 2026
27.2.2026: 2:1 n.P. gegen die Eisadler Dortmund – Ice Aliens jubeln nach Penalty-Drama im Halbfinale
Was für ein Abend am Sandbach! Unsere Ratinger Ice Aliens haben Spiel eins im Play-off-Halbfinale der Regionalliga mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die Eisadler Dortmund gewonnen – und das Drehbuch hätte spannender nicht sein können.
Schon vor dem ersten Bully lag ordentlich Spannung in der Luft. Zwar blieb die ganz große Kulisse mit 904 Zuschauern etwas hinter den Erwartungen zurück, doch die Stimmung war playoff-würdig. Besonders brisant: Mit Tim Brazda und Maik Klingsporn kehrten zwei ehemalige Aliens im Dortmunder Trikot an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Als sie beim Warm-up das Eis betraten, blieb es zunächst erstaunlich ruhig – keine Pfiffe, kein Applaus. Doch das sollte sich später noch ändern.
Die Partie begann intensiv und körperbetont. Beide Teams schenkten sich nichts, Torchancen waren auf beiden Seiten vorhanden, doch die Torhüter zeigten früh ihre Klasse. So ging es torlos in die erste Pause. Auch im zweiten Drittel blieb es beim 0:0, allerdings nur auf der Anzeigetafel – auf dem Eis war einiges los. Nach 21:58 Minuten flogen plötzlich die Fäuste: Brooklyn Beckers und Alexander Lauer gerieten aneinander, es kam zum Faustkampf mit anschließender Rudelbildung. Fünf-Minuten-Strafen gegen beide sowie eine zusätzliche Zwei-Minuten-Strafe gegen Tobias Fischer waren die Folge. Die Intensität war endgültig auf Play-off-Niveau angekommen. Kurz darauf musste auch Dortmund eine Strafzeit hinnehmen, nachdem Thomas Lichnovsky unseren Keeper hinter dem Tor umfuhr.
Im Schlussdrittel überschlugen sich dann die Ereignisse. In der 49. Minute setzte sich Beckers stark durch und lief allein auf den Dortmunder Schlussmann Christoph Oster zu. Konsta Jaakola wusste sich nur mit einem Foul zu helfen – Penalty für Ratingen! Bryce Irwin übernahm Verantwortung, lief an und verwandelte eiskalt zum 1:0. Die Halle explodierte, Rot und Weiß lagen sich in den Armen.
Doch Dortmund schlug zurück. Knapp acht Minuten vor dem Ende traf Colin Long zum 1:1-Ausgleich und sorgte dafür, dass die Partie wieder völlig offen war. Beide Teams drängten in der Schlussphase auf die Entscheidung, aber weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung wollte ein weiterer Treffer fallen. Also musste das Penaltyschießen entscheiden.
Dort wurde es dramatisch. Für die Aliens traf zunächst Mathias Onckels sicher. Irwin und Ville Saloranta scheiterten anschließend an Oster. Auf Dortmunder Seite wuchs jedoch einer über sich hinaus: Unser Goalie Linus Schwarte parierte die Versuche von Long und Tommi Laakso stark. Dann kam der Moment, der dieses Spiel endgültig zur Geschichte machte: Ausgerechnet Ex-Kapitän Tim Brazda lief als dritter Dortmunder Schütze an – begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert der Aliens-Fans. Er versuchte, Schwarte zu überwinden, doch unser Schlussmann blieb cool und wehrte ab. Der letzte Versuch – gehalten. Spiel entschieden. 2:1 für Ratingen!
Um 22:40 Uhr hallte sein Name durch die Halle: „Linus Schwarte!“ Völlig verdient, denn er war über 65 Minuten der sichere Rückhalt und im Shootout der Matchwinner. Mit diesem dramatischen Sieg sichern sich unsere Ice Aliens nicht nur die 1:0-Führung in der Serie, sondern auch ein echtes Statement gegen einen hochverstärkten Gegner aus Dortmund.
Was für ein Auftakt ins Halbfinale – Spannung, Emotionen, Kampf und am Ende rot-weißer Jubel. Genau so lieben wir Play-offs!