Was für ein Abend am Sandbach! Unsere Ratinger Ice Aliens haben Spiel eins im Play-off-Halbfinale der Regionalliga mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die Eisadler Dortmund gewonnen – und das Drehbuch hätte spannender nicht sein können.
Schon vor dem ersten Bully lag ordentlich Spannung in der Luft. Zwar blieb die ganz große Kulisse mit 904 Zuschauern etwas hinter den Erwartungen zurück, doch die Stimmung war playoff-würdig. Besonders brisant: Mit Tim Brazda und Maik Klingsporn kehrten zwei ehemalige Aliens im Dortmunder Trikot an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Als sie beim Warm-up das Eis betraten, blieb es zunächst erstaunlich ruhig – keine Pfiffe, kein Applaus. Doch das sollte sich später noch ändern.
Die Partie begann intensiv und körperbetont. Beide Teams schenkten sich nichts, Torchancen waren auf beiden Seiten vorhanden, doch die Torhüter zeigten früh ihre Klasse. So ging es torlos in die erste Pause. Auch im zweiten Drittel blieb es beim 0:0, allerdings nur auf der Anzeigetafel – auf dem Eis war einiges los. Nach 21:58 Minuten flogen plötzlich die Fäuste: Brooklyn Beckers und Alexander Lauer gerieten aneinander, es kam zum Faustkampf mit anschließender Rudelbildung. Fünf-Minuten-Strafen gegen beide sowie eine zusätzliche Zwei-Minuten-Strafe gegen Tobias Fischer waren die Folge. Die Intensität war endgültig auf Play-off-Niveau angekommen. Kurz darauf musste auch Dortmund eine Strafzeit hinnehmen, nachdem Thomas Lichnovsky unseren Keeper hinter dem Tor umfuhr.
Im Schlussdrittel überschlugen sich dann die Ereignisse. In der 49. Minute setzte sich Beckers stark durch und lief allein auf den Dortmunder Schlussmann Christoph Oster zu. Konsta Jaakola wusste sich nur mit einem Foul zu helfen – Penalty für Ratingen! Bryce Irwin übernahm Verantwortung, lief an und verwandelte eiskalt zum 1:0. Die Halle explodierte, Rot und Weiß lagen sich in den Armen.
Doch Dortmund schlug zurück. Knapp acht Minuten vor dem Ende traf Colin Long zum 1:1-Ausgleich und sorgte dafür, dass die Partie wieder völlig offen war. Beide Teams drängten in der Schlussphase auf die Entscheidung, aber weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung wollte ein weiterer Treffer fallen. Also musste das Penaltyschießen entscheiden.
Dort wurde es dramatisch. Für die Aliens traf zunächst Mathias Onckels sicher. Irwin und Ville Saloranta scheiterten anschließend an Oster. Auf Dortmunder Seite wuchs jedoch einer über sich hinaus: Unser Goalie Linus Schwarte parierte die Versuche von Long und Tommi Laakso stark. Dann kam der Moment, der dieses Spiel endgültig zur Geschichte machte: Ausgerechnet Ex-Kapitän Tim Brazda lief als dritter Dortmunder Schütze an – begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert der Aliens-Fans. Er versuchte, Schwarte zu überwinden, doch unser Schlussmann blieb cool und wehrte ab. Der letzte Versuch – gehalten. Spiel entschieden. 2:1 für Ratingen!
Um 22:40 Uhr hallte sein Name durch die Halle: „Linus Schwarte!“ Völlig verdient, denn er war über 65 Minuten der sichere Rückhalt und im Shootout der Matchwinner. Mit diesem dramatischen Sieg sichern sich unsere Ice Aliens nicht nur die 1:0-Führung in der Serie, sondern auch ein echtes Statement gegen einen hochverstärkten Gegner aus Dortmund.
Was für ein Auftakt ins Halbfinale – Spannung, Emotionen, Kampf und am Ende rot-weißer Jubel. Genau so lieben wir Play-offs!
Meine Ice Aliens
Freitag, 27. Februar 2026
27.2.2026: 2:1 n.P. gegen die Eisadler Dortmund – Ice Aliens jubeln nach Penalty-Drama im Halbfinale
Freitag, 20. Februar 2026
20.2.2026: 7:0 gegen ESV Grizzlys Bergkamen – Ice Aliens stürmen mit Kantersieg ins Halbfinale
Was für ein Abend am Sandbach! Mit einem eindrucksvollen 7:0 (2:0, 2:0, 3:0)-Heimsieg gegen die ESV Grizzlys Bergkamen machen unsere Ratinger Ice Aliens den dritten Sieg im dritten Viertelfinalspiel perfekt und ziehen hochverdient ins Halbfinale der Regionalliga ein. Vor begeisterten Fans zeigte das Team von Trainer Frank Gentges eine dominante Vorstellung – auch wenn der Coach später mahnte, dass im Halbfinale eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein wird.
Schon vor Spielbeginn war die besondere Atmosphäre in der Eissporthalle spürbar. Stadionsprecher Daniel Kestner beschwor die Play-off-Stimmung und forderte lautstarke Unterstützung von den Rängen. Die Fans lieferten – und die Mannschaft auf dem Eis ebenso.
Von Beginn an übernahmen die Ice Aliens die Kontrolle. In der 9. Minute fiel der verdiente Führungstreffer: Brooklyn Beckers eröffnete den Torreigen nach Vorlage von Leonardo Stroh und Sebastian Brockelt zum 1:0. Die Hausherren blieben am Drücker und erhöhten in der 14. Minute auf 2:0. Alexej Dmitriev traf nach Zuspiel von Manuel Neumann und Toni Lamers. Mit einer hochverdienten Zwei-Tore-Führung ging es in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel knüpften die Aliens nahtlos an die starke Leistung an. Toni Lamers stellte in der 23. Minute auf 3:0, vorbereitet von Irwin und Josh LeBlanc. In der 33. Minute war es dann LeBlanc selbst, der nach Zuspiel von Irwin und Onckels auf 4:0 erhöhte. Überschattet wurde das Drittel allerdings von einer schweren Szene: LeBlanc musste nach einem Foul mit einer stark blutenden Gesichtsverletzung und einer Gehirnerschütterung vom Eis. Gute Besserung an dieser Stelle!
Trotz des Ausfalls ließen die Ice Aliens im Schlussabschnitt nicht nach. Torwart Linus Schwarte zeigte erneut eine überragende Leistung und feierte seinen zweiten Shut-Out in der laufenden Play-off-Runde. In der 52. Minute traf Tobias Fischer nach Vorarbeit von Seckel und Irwin zum 5:0. Nur gut eine Minute später erhöhte Vikke Terho nach Zuspiel von Saloranta und Dmitriev auf 6:0. Den Schlusspunkt setzte Philipp Seckel in der 54. Minute nach Vorlage von Terho und Lamers zum 7:0-Endstand.
Die Serie wurde damit souverän mit 3:0 Siegen beendet. Dennoch fand Trainer Gentges deutliche Worte: Offensiv habe man über die gesamte Serie zu viele Chancen liegen lassen, defensiv dem Gegner zu viele Möglichkeiten gegeben. Gegen den Hauptrunden-Siebten habe es gereicht – im Halbfinale werde das jedoch „auf keinen Fall“ genügen.
Unterm Strich bleibt ein dominanter Auftritt, eine fantastische Stimmung auf den Rängen und ein hochverdienter Halbfinaleinzug. Jetzt heißt es: Fokus schärfen, Intensität steigern und bereit sein für die nächste Herausforderung. Das erste Halbfinalspiel steigt am Freitag um 20 Uhr am Sandbach – wir sind bereit!
Sonntag, 15. Februar 2026
15.2.2026: Ice Aliens gewinnen 6:3 in Bergkamen – Halbfinale in Reichweite
Was für ein wichtiger Auswärtssieg! Unsere Ratinger Ice Aliens setzen sich im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel mit 6:3 bei den ESV Grizzlys Bergkamen durch und gehen in der Serie mit 2:0 in Führung. Damit fehlt nur noch ein Erfolg zum Einzug ins Halbfinale – und der könnte schon am Freitag perfekt gemacht werden.
Von Beginn an zeigten die Ice Aliens, dass sie die Kontrolle übernehmen wollten. Gerade einmal 75 Sekunden waren gespielt, da klingelte es bereits im Tor der Gastgeber: Eric Stephan traf nach Zuspiel von Sebastian Brockelt und Raphael Palmeira Kerkhoff zur frühen 1:0-Führung. Ein perfekter Start in die Partie! In der fünften Minute legte Verteidiger Mathias Onckels nach und erhöhte auf 2:0 für Ratingen. Doch Bergkamen antwortete prompt und verkürzte nur eine Minute später auf 1:2 – die Partie war direkt wieder offen.
Im weiteren Verlauf des ersten Drittels erspielten sich die Aliens zahlreiche Chancen, versäumten es aber, die Führung deutlicher auszubauen. Das sollte sich im Mittelabschnitt ändern. In der 29. Minute traf Bryce Irwin zum 3:1, ehe er nur wenige Minuten später seinen zweiten Treffer nachlegte und auf 4:1 stellte. Spätestens jetzt hatten die Ice Aliens das Spiel klar im Griff. Als Mathias Onckels mit seinem zweiten Tor des Abends in der 35. Minute auf 5:1 erhöhte, schien die Partie frühzeitig entschieden.
Doch im Schlussdrittel wurde es noch einmal unnötig spannend. Zunächst verkürzten die Grizzlys in der 44. Minute auf 2:5, später fiel sogar das 3:5. In den letzten neun Minuten witterte Bergkamen noch einmal Morgenluft und nahm schließlich den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Aliens verteidigten jedoch konzentriert – und 8 Sekunden vor Schluss sorgte Josh LeBlanc mit seinem Treffer ins leere Tor für die endgültige Entscheidung zum 6:3-Endstand.
Mit 44 Torschüssen dominierten unsere Ice Aliens das Spiel statistisch deutlich und feuerten doppelt so oft auf das gegnerische Tor wie die Grizzlys. Dennoch machte man es sich durch viele vergebene Chancen schwerer als nötig. Zudem gibt es Sorgen um Vikke Terho, der nach einem Pucktreffer ins Gesicht ins Krankenhaus gebracht werden musste. Hoffen wir, dass es für unseren finnischen Stürmer glimpflich ausgeht!
Fakt ist: Zwei Spiele, zwei Siege – der amtierende Meister steht mit einem Bein im Halbfinale. Am Freitag steigt das dritte Viertelfinalduell in der Eissporthalle am Sandbach. Mit einem weiteren Erfolg könnten die Ice Aliens den Sack zu machen und den nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung gehen. Wir sind bereit!
Freitag, 13. Februar 2026
13.2.2026: 2:0 im ersten Play-off gegen Bergkamen
Was für ein Auftakt in die Play-offs! Unsere Ratinger Ice Aliens gewinnen das erste Viertelfinalspiel der Regionalliga gegen die ESV Grizzlys Bergkamen mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) und gehen in der Serie mit 1:0 in Führung. Matchwinner des Abends waren Doppeltorschütze Ville Saloranta und ein überragender Linus Schwarte, der seinen Kasten über 60 Minuten sauber hielt.
Vor lediglich 393 Zuschauern in der Eissporthalle Am Sandbach begann die heiße Phase der Saison. Trotz langer Schlangen am Einlass blieb die Kulisse enttäuschend – sicherlich auch wegen der Konkurrenz durch Karneval und parallele Sportereignisse. Auf dem Eis entwickelte sich passend dazu zunächst eine zähe Partie. Beide Teams tasteten sich ab, kämpften um jeden Zentimeter, Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die Ice Aliens erspielten sich zwar Möglichkeiten, doch im Abschluss fehlte im ersten Drittel noch die Konsequenz. So ging es nach 20 Minuten torlos in die Pause.
Im zweiten Drittel nahm die Partie an Intensität zu. Bergkamen erwies sich als unangenehmer Gegner, störte früh und lauerte auf Fehler. Doch wirklich zwingend wurden die Gäste nicht. In der 32. Minute war es dann soweit: Nach einem gelungenen Angriff über Alexej Dmitriev und Manuel Neumann landete die Scheibe bei Ville Saloranta, der eiskalt zum 1:0 einnetzte. Die Erleichterung auf den Rängen war deutlich spürbar. Mit der knappen Führung ging es in die zweite Pause.
Im Schlussabschnitt drängten die Grizzlys auf den Ausgleich und kamen zu mehreren Überzahlsituationen. Insgesamt drei Unterzahlspiele mussten die Ice Aliens überstehen – doch auf Linus Schwarte war Verlass. Der Goalie zeigte eine starke Leistung und entschärfte laut offizieller Statistik 34 Schüsse. Die Defensive arbeitete leidenschaftlich, warf sich in Schüsse und verteidigte die Führung mit großem Einsatz.
Als Bergkamen in der Schlussphase alles nach vorne warf, sorgte erneut Saloranta für die Entscheidung. Exakt 1:20 Minute vor dem Ende traf er zum 2:0 und schnürte damit seinen Doppelpack. Nach Zuspiel von Tero Terho und erneut Manuel Neumann brachte er die Scheibe im Netz unter und beseitigte die letzten Zweifel am Auftaktsieg.
Am Ende stand ein verdienter 2:0-Arbeitssieg für unsere Ice Aliens. Kein Offensivspektakel, sondern eine konzentrierte, kämpferische Leistung mit einem starken Rückhalt im Tor. Genau solche Spiele musst du in den Play-offs gewinnen. Jetzt geht es am Sonntag auswärts in Bergkamen weiter, bevor am kommenden Freitag wieder in Ratingen gespielt wird. Der erste Schritt ist gemacht – auf geht’s, Aliens!
Freitag, 6. Februar 2026
6.2.2026: 9:0 ggen Neuss sichert den Aliens den zweiten Platz in der Hauptrunde
Mit einem klaren 9:0-Erfolg gegen den Neusser EV haben die Ratinger Ice Aliens am Freitagabend die Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga auf Rang zwei abgeschlossen. Vor rund 800 Zuschauern in der Eissporthalle Am Sandbach war das Spiel von Beginn an eine einseitige Angelegenheit, auch wenn Trainer Frank Gentges trotz des deutlichen Ergebnisses später nicht zufrieden war.
Die Ice Aliens starteten dominant in die Partie und schnürten den Tabellenletzten früh in dessen Drittel ein. Bereits nach gut sechs Minuten fiel das 1:0, das den Ton für den restlichen Abend vorgab. Ratingen kombinierte gefällig, erspielte sich zahlreiche Chancen, scheiterte aber immer wieder am starken Neusser Torhüter Max Drücker oder am eigenen Abschluss. Trotzdem stand es nach dem ersten Drittel 3:0 – ein Zwischenstand, der angesichts der Spielanteile sogar noch schmeichelhaft für die Gäste war.
Im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielbild nichts. Die Ice Aliens hielten das Tempo hoch, ließen den Puck laufen und setzten Neuss permanent unter Druck. Innerhalb weniger Minuten kurz vor der zweiten Pause schraubten sie das Ergebnis weiter in die Höhe, sodass auch das zweite Drittel mit 3:0 an Ratingen ging. Defensiv hatten die Hausherren kaum etwas zu tun, doch genau hier setzte später die Kritik des Trainers an, dem das Verhalten ohne Scheibe nicht konsequent genug war.
Auch im Schlussdrittel blieb es ein Spiel auf ein Tor. Neuss kämpfte, fand aber kein Mittel gegen die spielerische Überlegenheit der Ice Aliens. Drei weitere Treffer sorgten schließlich für den 9:0-Endstand. Besonders treffsicher zeigte sich Brooklyn Beckers mit drei Toren, während Torhüter Leon Brunet seinen dritten Shutout der Saison feiern durfte.
Trotz des Kantersiegs sprach Frank Gentges nach der Partie Klartext. Ihm missfiel das „Freestyle-Hockey“ gegen einen schwachen Gegner, die mangelnde Effizienz im Abschluss und die aus seiner Sicht zu vielen falschen Entscheidungen im Spiel ohne Puck. Mit Blick auf die anstehenden Play-offs mahnte er mehr Disziplin, Mentalität und Teamgeist an.
Unterm Strich bleibt ein souveräner Sieg, der den Ice Aliens Platz zwei in der Hauptrunde sichert. Im Play-off-Viertelfinale wartet nun der ESV Grizzlys Bergkamen – und dort wird es laut Trainer eine deutlich andere Leistung brauchen als beim lockeren, aber inhaltlich nicht überzeugenden 9:0 gegen den Neusser EV.
Freitag, 30. Januar 2026
30.1.2026: 3:2 nach Penaltyschießen bei den Eisadlern Dortmund
Die Ratinger Ice Aliens haben ihr letztes Auswärtsspiel der Hauptrunde in der Eishockey-Regionalliga bei den Eisadler Dortmund mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen und dabei einmal mehr ihre enorme Moral unter Beweis gestellt. Vor 2669 Zuschauern in Dortmund entwickelte sich ein intensives, emotionales und von vielen Unterbrechungen geprägtes Spiel, das sportlich wie auch personell seinen Preis hatte.
Die Partie begann aus Sicht der Ice Aliens alles andere als optimal. In der achten Minute brachte Konsta Jaakola die Gastgeber mit 1:0 in Führung und sorgte früh für Stimmung in der Halle. Ratingen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und fand schnell Antworten. Nur gut zwei Minuten später glich Bryce Irwin nach schöner Vorarbeit von Lamers und LeBlanc zum 1:1 aus. Die Ice Aliens blieben dran, spielten mutig nach vorne und belohnten sich noch im ersten Drittel: Philipp Seckel traf in der 15. Minute zur 2:1-Führung, mit der es auch in die erste Pause ging.
Das zweite Drittel verlief torlos, hatte es aber in sich. Bereits zu diesem Zeitpunkt musste Ratingen mehrere Ausfälle verkraften. Ville Saloranta schied nach einem Foul mit einer stark blutenden Augenverletzung aus, kurz darauf folgte Vikke Terho mit einer Gehirnerschütterung. Zu Beginn des zweiten Drittels erwischte es dann auch noch Bryce Irwin, der nach einer tiefen Schnittwunde an der Achillessehne nicht mehr weiterspielen konnte. Mit einem immer kleiner werdenden Kader verteidigten die Ice Aliens leidenschaftlich und hielten das 2:1.
Im Schlussdrittel machte Dortmund noch einmal Druck und kam in der 44. Minute durch Tobias Schmitz zum 2:2-Ausgleich. Trotz schwindender Kräfte schafften es die Ice Aliens, das Unentschieden über die reguläre Spielzeit zu retten. Auch in der Verlängerung fielen keine Tore, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste. Nach drei Schützen stand es 2:2, ehe Verteidiger Mathias Onckels als vierter Schütze eiskalt blieb und den Dortmunder Torhüter überlistete. Auf der Gegenseite behielt Linus Schwarte die Nerven, parierte den letzten Dortmunder Versuch und machte den viel umjubelten Auswärtssieg perfekt.
Am Ende stand ein enorm wichtiger Erfolg im Kampf um Platz zwei, aber auch die Erkenntnis, dass dieser Sieg teuer erkauft wurde. Mit nur noch neun einsatzfähigen Stürmern zeigten die Ice Aliens eine geschlossene Teamleistung, großen Kampfgeist und bewiesen einmal mehr, warum sie in dieser Saison zu den Spitzenmannschaften der Liga gehören. Ein Sieg, der nicht nur sportlich zählt, sondern auch charakterlich ein echtes Ausrufezeichen setzt.
Freitag, 23. Januar 2026
23.1.2026: 5:4 Heimniederlage gegen Diez-Limburg
Wenn es bei den Ice Aliens aus Ratingen im Regionalliga-Spitzenspiel gegen die EG Diez-Limburg zur Sache geht, dann kann man sich auf eines verlassen: Drama ist inklusive. Am Freitagabend reichte selbst eine Aufholjagd mit Sci-Fi-Elementen nicht, um am Ende die dritte Saisonniederlage zu verhindern. 4:5 stand es nach 60 Eishockeyminuten, 700 Zuschauer – und vermutlich einige verzweifelte Trainerhaare – später.
Das Spiel begann eigentlich wie gemalt. Also, wenn man ein expressionistisches Gemälde meint, bei dem man erst nach drei Metern erkennt, was darauf ist. Ratingen spielte gut, hatte Chancen, schoss aber bevorzugt auf die Brust von Wotan Knecht, dem Limburger Keeper mit Betonarmen. Während die Gastgeber also noch das Zielwasser suchten, netzte Diez-Limburg eher beiläufig zur Führung ein. Unfair? Vielleicht. Effektiv? Absolut.
Nach der Pause startete Ratingen mit einem Paukenschlag – der Ausgleich nach 17 Sekunden. Dummerweise konterten die Rockets aus Limburg genauso schnell, als hätte man ihnen eine Eistonne Red Bull serviert. Was folgte, war nicht nur Eishockey, sondern auch Theater: In Minute 28 wurde Raphael Palmeira Kerkhoff gefühlt mit einem Lichtschwert niedergestreckt – zumindest sah es für die Fans so aus. Kein Pfiff, dafür ein Gegentor. Der Aufschrei: laut. Die Proteste: energisch. Die Stimmung: irgendwo zwischen „Galaktischer Gerechtigkeit“ und „Schieber-Schieber“.
Auch wenn die Ice Aliens im letzten Drittel nochmal ordentlich zulegten und das Spiel fast zurückkamen konnten – mit Toren, Tempo und einer Schlussoffensive samt gezogenem Goalie – reichte es nicht mehr. Der letzte Versuch verpuffte, das Eis war gegessen, und die Rockets jubelten.
Trainer Frank Gentges fand klare Worte: Chancenwucher, wiederholte Defensivpatzer, zu wenig Rückwärtsgang bei manchen Stürmern. Oder, um es im Alien-Sprech zu sagen: Die Triebwerke zünden, aber der Kurs stimmt nicht immer.
Nächste Woche geht’s für die Ice Aliens nach Dortmund – vielleicht ohne Raketen, aber mit dem festen Plan, dort wieder intergalaktisch zu punkten.